Vielseitigkeitsprüfung

Auf dieser Prüfung haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Aber der Reihe nach:

 

Morgens kurz bevor wir los fahren wollten ging hier erstmal die Welt unter und wir wären so noch auf dem Weg zum Auto nass bis auf die Knochen geworden und Bendis hasst Regen, na toll.

 

Aber als es dann los ging, hörte der Regen schon langsam auf und zu Beginn der Prüfung um 9:00 Uhr war es dann trocken. Angetreten waren 3 Gespanne und nach dem jeder seine Startnummer gezogen hatte ging es auf in das erste Revier. Begonnen wurde mit der 600m langen 20Stunden-Fährte. Ich setzte Bendis am "Anschuss" an und sie zog ruhig und konzentriert in die Richtung, in die uns der Prüfungsleiter eingewiesen hatte. So hatten wir auch ohne Weiteres das erste Wundbett gefunden. Danach wollte Bendis dann aber erstmal nicht mehr so recht weiter machen und schon gleich zum Fach Stöbern übergehen. Nach dem wir dann erstmal so in der Gegend umhergeirrt sind und ich sie zweimal wieder am Wundbett angesetzt habe, konnte ich sie dann doch zur Weiterarbeit überreden und so gelangten wir dann über das 2. Wundbett doch noch zum Stück, das sie - wohl aus taktischen Gründen - erstmal überlaufen hatte um es dann nach einem Bogen von hinten zur "Strecke zu bringen". 

 

Weiter ging es dann mit den Abrichtefächern, Pirschen, Ablegen und Verhalten am Stand. Eigentlich eine sichere Bank für uns, aber nach dem Erlebnis auf der Schweißfährte entschloss ich mich kurzfristig die Aufgaben angeleint mit Bendis zu bestreiten. Ob das ein Fehler war, weil Bendis mich im Revier und auch sonst ja zu 90 % offline begleitet kann ich nicht sagen. Pirschen lief jedenfalls noch wie ´ne eins. Aber direkt nach dem Ablegen setzt sie sich wieder auf und fiepte auch noch ein paar mal. Das hat sie seit dem Welpenalter nicht mehr gemacht. Ich dachte schon wir können gleich wieder nach Hause fahren, aber die Richter haben noch mal Augen und Ohren zugedrückt. Verhalten am Stand war dann wieder o.k. genauso wie das anschließende Stöbern.

 

Gegen Mittag waren wir dann in diesem Revier fertig und es ging nach ca. 20 Minuten Autofahrt in ein Hasenreiches Feldrevier. Bei mittlerweile wolkenlosen Himmel und 27 Grad konnten alle Hunde schon nach kurzer Zeit an einen Hasen gebracht werden. Hier zeigte Bendis zum Abschluss noch mal was in ihr steckt und folgte der Spur laut über das ganze Feld. So konnten wir die Prüfung gegen 15:00 Uhr bei Grillwürstchen und Rehknochen dann insgesamt doch noch einigermaßen erfolgreich im II. Preis beenden. Mit jeweils einem I. und einem III. Preis waren auch die beiden anderen Gespanne an diesem Tag erfolgreich.

 

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